kunstStory. Das Magazin für ein tieferes Kunstverständnis

Diana Pacelli - Pilgerreise als Performance

Foto Diana Pacelli. Thirty pieces of silver, Performance, kunststory

 

Mit ihrer Performance “Thirty pieces of silver” ist Diana Pacelli 40 Tage lang von Weimar nach Norditalien unterwegs. Sie thematisiert darin das Schicksal italienischer Juden, die von eigenen Landsleuten denunziert wurden.

Also available in English.

Peter Böhnisch: Der den Sand zum Leuchten bringt

Peter Böhnisch.Künstler, Berlin. Du und ich

Die Bilder von Peter Böhnisch zeigen Traumlandschaften mit Tiefe und Seele. Die Galerie Michael Haas in Berlin widmet dem Künstler eine umfassende Einzelausstellung.

 

In schäumender Gischt liegt eine Frau. Sie scheint auf dem Wasser zu schweben. Ihr Gesicht ist präsent. Aber ihr Körper ist ein Skelett. Ihr Zustand liegt irgendwo zwischen Leben und Tod. Also dort, wo die Träume verortet sind. Peter Böhnisch ist kein Maler im klassischen Sinne. Er arbeitet seit 2015 nur mit Sand und Pigmenten und schafft Reliefbilder, die den Betrachter in Traumlandschaften hineinziehen.

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Klänge gegen die Krise

 

Massimiliano Cerioni entwickelt im Berliner Artists-in-Residence-Programm SCOPE BLN Klangkompositionen als Kunstform. Er arbeitet dabei mit der Künstlerin
Filipa Tojal zusammen.

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Die Idee von kunstStory

Wir leben in besonderen Zeiten. Vieles, was vor der Corona-Pandemie im Licht der Öffentlichkeit geschah, findet nun im Verborgenen statt. Künstler finden daran nichts Ungewöhliches. Sie sind Zurückgezogenheit gewohnt, weil dies ihre Arbeit erfordert. Was aber fehlt, ist die Bühne. Die Möglichkeit, die Arbeiten bei Vernissagen oder Kunstmessen dem Publikum zu zeigen.

Dies geschieht öfter online. In den letzten Monaten entstanden vielleicht mehr Kunstwerke als jemals zuvor. Kunst, die uns noch unbekannt ist.

Die Idee von KunstStory ist es, dies zu ändern. Wir wünschen viel Freude beim Lesen und Betrachten.



Das Digitale materialisieren. Und damit unter Kontrolle bringen

Dennis Rudolph lotet die Schnittstellen zwischen realer und virtueller Welt künstlerisch aus.

Alt, älter, Oude Kerk. Sie ist das älteste erhaltene Bauwerk in Amsterdam. Bevor der steinerne Saalbau ab 1250 errichtet wurde, stand hier eine Kirche aus Holz. Die Kirche wurde nicht freigelegt, wie das sonst in Europa üblich ist. Bürgerhäuser drängen sich noch heute an die Fassade der Oude Kerk. Wenn nicht gerade ein Gottesdienst oder eine Pandemie stattfindet, ist die Oude Kerk ein Kunstraum. Auch für zeitgenössische Kunst. Derzeit hängt eine gedruckte 5-Meter-Reproduktion von Dennis Rudolphs "Die-5-Minuten-Apokalypse" an der Außenseite des Kirchturms.

Barrikaden der Popkultur

Marc Bijls Ausstellung thematisiert den Kulturbruch des Pop ab 1984

 

In den 80er Jahren trugen Discotheken Namen wie „Manhattan“, „Touch“, „Empire“ oder „Amadeus“. Es waren in Purpurlicht illuminierte Dark Rooms. Lasershows verbreiteten futuristischen Stress. DJs waren noch keine coolen Clowns. Sondern Dienstleister, die Ansagen machten. Ansagen wie: „Als nächsten tauchen wir dann ein in die Rivers of Babylon." Auf der Tanzfläche waren Popper im Polohemd oder Grufties in Lederkluft zu sehen, die so tanzten wie Eichhörnchen, die Nüsse aufsammeln.

Viren und Bakterien sind ein großes Thema. Gut so.

Wolfgang Ganter arbeitet mit Bakterienkulturen, "impft“ Fotografien klassischer Gemälde mit Bakterien, die sich dann von den Gelatineschichten des fotografischen Films ernähren und unterschiedliche Formen und Muster hervorbringen. Der aus Stuttgart stammende und in Berlin lebende Künstler hat in der Corona-Krise mehr Bilder verkauft als zuvor.

Wenn sogar die Tiere schweigen

Minor Alexander hat während der Pandemie zurück zur Natur gefunden. Alexander, der Bilder und Plastiken aus Schaumstoff und Stein kreiert, die er mit samtartigem Material beflockt, hat in der Pandemie eine innere Einkehr erlebt, dabei half ihm auch die von ihm praktizierte Vipassana-Meditationstechnik. Beim Atelierbesuch in Rangsdorf bei Berlin sprach er mit uns über seine Arbeitsweise.

„Corona hat meine ganzen Pläne umgeschmissen"

Dennis Rudolph, Yvon Chabrowski, Anna Nezhnaya und Andy Kassier haben den ersten Lockdown gemeistert und erzählen uns, wie sich die Pandemie auf ihre Arbeit ausgewirkt hat. Wir trafen die KünstlerInnen auf der Positions Berlin Art Fair, im Atelier und neben einer Baustelle an der Karl-Marx-Allee.


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Ikonen ohne Bedeutung

Banksy, Ikone der Street Art, übernahm nach dem Scheitern des Filmemachers Thierry Guetta an einer Street Art-Doku selbst die Regie und drehte „Exit Through the Gift Shop“. Die Intention einer bloßen Dekonstruktion kommerzieller Kulturmarktmechanismen wird der Vielschichtigkeit und Multivalenz des Films nicht gerecht. Von durchaus tragfähigen Mindfuck-Interpretationen – etwa wie bei Orson Welles in „F wie Fälschung“– mal abgesehen, reflektiert Banksy...

Berliner Stillleben

Berliner Stillleben-kunstStory.de

Wer aufmerksam durch Berlin wandert, entdeckt so manches unfreiwilliges Readymade. Etwa diese vor einer den Berliner Metropolenkitzel symbolisierenden Graffittiwand platzierten Büromöbel. Die petrolfarbenen Tischbeine zitieren raffiniert die von Ettore Sottsass propagierte Kombination von Erhabenem mit Trivialem, die sich in den Produkten der Möbel-Design-Gruppe „Memphis“ widerspiegelte.

Bleierner Stillstand

Es gibt eine Mattigkeit des Lebens, die eintritt, wenn die Leidensfähigkeit der Seele erschöpft ist. Einfach nur allein sein. Nur einen Augenblick. Und doch ewig gemeint. Das ist, dargestellt in einem Setting von der Kraft eines Gemäldes von Arnold Böcklin, der Erstarrungspunkt fortschreitenden Stillstands der letzten Derrick-Jahre, der sich in Folge 281, der letzten, in Blei gegossen manifestiert. Alles ist gesagt. Was bleibt, ist allein sein.

Nicht-Orte

Der französische Ethnologe Marc Augé konstatiert eine rasante Zunahme von sinnentleerten Funktionsorten im Zusammenhang von Modernisierung und Globalisierung. Flughäfen, U-Bahnen, Supermärkte oder Hotelräume sind für Augé „Orte des Ortlosen“.
Vergangenheitslose Nicht-Orte, die keine Identität stiften oder sozialen Beziehungen Raum geben.


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Schmecke-Fuchs

Drochtersen ist eine niedersächsische Gemeinde mit rund 12.000 Einwohnern. Sie liegt rund 45 km südwestlich von Hamburg an der Elbe. Regionale Spezialitäten sind die „Kehdinger Hochzeitssuppe“ und „Kehdinger Klüten“ (Mehlklöße). Bis Ende der 90er Jahre zählten auch die Milchprodukte von Schmecke-Fuchs dazu. Sie wurden zu einem Kunst-Projekt. Erst ohne Wissen des Inhabers.

One Eyed Jack´s

Christoph Lorenz erkennt in seiner Ausarbeitung zur ästhetischen Codierung autopoietischer Strukturen und Prozesse am Beispiel von David Lynchs „Twin Peaks“ die TV-Serie als Kaleidoskop, welches unzählige interpretatorische Zugänge bietet. Zur Identifizierung diverser der Saga innewohnenden Systeme und ihnen jeweils zugeordneten Umwelten, verwendet Lorenz drei grundlegende Begriffe der Luhmannschen Theorie: das biologische, psychische und soziale System.

Millennium Honeymoon

Franco Brambillas Bildzyklus begleitet Han Solo und Princess Leia während ihrer „Vintage“-
Flitterwochen nach dem Ende der Saga. Für seine Elterngeneration war es ein Klassiker, als Flitterwochen durch die Kunststädte Italiens zu touren: Florenz, Rom, Benevent, Neapel...

Prof. Ahnungslos

Wir leben in einer Expertengesellschaft. Psychologen, Soziologen, Quantenphysiker oder Verhaltensforscher bevölkern Talkshows, oder tauchen als Experten in Filmberichten auf. Heute herrscht Nischenzwang. Universalgelehrte mit vielseitigen Kenntnissen in den verschiedensten Gebieten der Wissenschaften sind nicht mehr gefragt.


kunstOrte

Kunst in Dangast

Dangast ist ein idyllischer Badeort an der Nordseeküste mit einer eindrucksvollen Kunstgeschichte. In den 70er-Jahren mischte Joseph Beuys hier die Kunstszene auf. Und berühmte Maler der Künstlervereinigung „Brücke“ arbeiteten hier.


Kunst in Nahaufnahme

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Wir sind Ansprechpartner für Künstlerinnen, Künstler, Galerien und Museen – für alle die Kunst in die Welt tragen und sich nach außen präsentieren wollen.
Wir produzieren Stories und Videos,  interviewen Künstlerinnen, Künstler sowie Galeristen mit journalistischem Gespür für eine gute Geschichte.

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